Wenig Öl und kontrollierte Abschnitte
Geben Sie nur wenig Öl auf das Holz. Eine kleine Menge auf einem fusselfreien Tuch genügt für einen begrenzten Abschnitt der Tischplatte. Zu viel Öl auf einmal bleibt liegen, trocknet ungleichmäßig und kann klebrige Stellen hinterlassen. Eine dünne Schicht zieht in die Poren ein und lässt sich während der Arbeit besser führen als eine nasse Fläche.
Arbeiten Sie in Abschnitten und schauen Sie, wie schnell das Holz die Flüssigkeit aufnimmt. Offenporige Eiche verhält sich anders als fein geschliffener Ahorn. Deshalb richtet sich der weitere Auftrag nach dem Erscheinungsbild und nicht nach einer festen Schichtzahl. Halten Sie Tücher, Öl und die Platte während der gesamten Arbeit staubfrei.
Verreiben mit dem fusselfreien Tuch
Verreiben Sie das Öl mit einem fusselfreien Tuch immer entlang der Faser. Diese Richtung führt die Flüssigkeit in die Poren und vermeidet quer liegende Wischspuren, die nach dem Antrocknen als Streifen sichtbar bleiben können. Führen Sie das Tuch ruhig und gleichmäßig über die Fläche, ohne bereits benetzte Stellen unnötig oft zu überfahren.
Der Druck soll ausreichen, damit das Öl ins Holz gelangt, ohne dass Sie frisch eingezogenes Material wieder herausreiben. Wird das Tuch stark vollgesogen oder gibt es Fasern ab, wechseln Sie zu einem sauberen Tuch. So bleibt jede Schicht dünn und die Oberfläche frei von Fusseln, die sich sonst in das feuchte Öl setzen.
Überschuss entfernen und Ruhezeit
Wischen Sie den Überschuss nach dem Verreiben vollständig ab. Öl, das als Film auf dem Holz stehen bleibt, wird klebrig, bindet Staub und trocknet fleckig ein. Ein zweites, trockenes und fusselfreies Tuch nimmt die Reste auf, ohne die eben verteilte Schicht wieder aufzureißen oder helle Streifen zu hinterlassen.
Lassen Sie die Schicht danach ruhen, damit das Holz das Öl aufnehmen kann. In dieser Zeit bleibt die Tischplatte unbelastet, unbedeckt und fern von praller Sonne oder starker Zugluft. Ungleichmäßige Wärme kann dazu führen, dass einzelne Bereiche schneller antrocknen als der Rest der Platte und die Sättigung unruhig wirkt.
Weitere Schichten bis zur Sättigung
Wiederholen Sie den Auftrag in derselben Folge, bis das Holz gleichmäßig gesättigt wirkt. Jede neue Schicht beginnt mit wenig Öl, wird in Faserrichtung verrieben, vom Überschuss befreit und anschließend ruhen gelassen. Mehrere dünne Durchgänge sättigen das Holz gründlicher als ein einzelner satter Auftrag, der auf der Fläche stehen bleibt.
Gleichmäßig gesättigt ist die Fläche, wenn die Farbe ruhig wirkt, matte Stellen verschwunden sind und frisches Öl kaum noch einzieht, sondern eher auf dem Holz liegen bleibt. Dann beenden Sie den Auftrag. Nach der letzten Schicht wischen Sie noch einmal sorgfältig nach und lassen die Oberfläche vollständig aushärten, bevor der Tisch wieder benutzt wird. Dieser Ablauf beschreibt die Arbeitsweise von MÖBELWERKSTATT für natürliche Öloberflächen auf handgefertigten Tischen.